Von Jean Johnson – Five Stones Global, mit freundlicher Genehmigung
Jesus war für vieles bekannt –
aber eines davon war Folgendes:
Er tauchte immer wieder an Tischen auf.
Er aß mit seinen Jüngern.
Man warf ihm vor, mit Sündern zu essen.
Er sandte seine Nachfolger
in die Häuser anderer Menschen –
um dort zu sitzen,
um zu empfangen,
um zu bleiben.
Jüngerschaft, auf Seine Weise,
fand an Tischen statt.

Keine kirchliche Veranstaltung.
Kein Programm.
Sondern gemeinsames Leben.
Die Atmosphäre am Tisch
Am Tisch
kannte man die Menschen.
Gespräche schweiften ab.
Fragen tauchten auf.
Geschichten wurden erzählt und wiedererzählt.
Korrekturen erfolgten ganz natürlich.
Gehorsam war unmittelbar.
Der Glaube war sichtbar.
Der Tisch barg etwas,
das kein Programm hervorbringen konnte – Nähe.
Die Abkehr
Doch langsam, fast unbemerkt,
haben wir die Jüngerschaft
vom Tisch weg verlagert.
In Gebäude.
In Programme.
In geplante Veranstaltungen.
Und mit jedem Schritt weg
veränderte sich etwas.
Für jeden Schritt,
den wir die Jüngerschaft
von alltäglichen Räumen
und organischen Beziehungen entfernen,
verringern wir ihre Kraft.
Was verloren geht
In dem Moment, in dem die Jüngerschaft den Tisch verlässt,
beginnt sie, ihre Kraft zu verlieren.
Verletzlichkeit schwindet –
denn Menschen spielen eine Rolle
leichter, als dass sie sich öffnen.
Echtheit schwindet –
denn das Umfeld
beginnt, Erwartungen zu formen.
Beteiligung schrumpft –
denn wenige sprechen,
während viele zuhören.
Und mit der Zeit
wird Jüngerschaft zu etwas,
an dem Menschen teilnehmen –
statt zu etwas, das sie leben.

Warum der Tisch sich multipliziert
Tische multiplizieren sich,
weil sie einfach sind.
Jeder hat Zugang.
Jeder weiß, wie man sitzt,
wie man isst,
wie man redet,
wie man zuhört.
Keine spezielle Schulung erforderlich.
Kein Gebäude nötig.
Nur Menschen
und die Bereitschaft,
das Leben zu teilen.
Was Menschen
in diesen Räumen erleben,
können sie wiederholen.
Und was wiederholt werden kann,
kann sich vermehren.
Zurück zum Tisch
Dies ist keine Ablehnung des Lehrens.
Es ist eine Neuausrichtung.
Lehren gehört
in die Beziehung hinein –
nicht an ihre Stelle.
Und oft bedeutet dies mehr, als Menschen
in unsere Komfortzonen einzuladen.

Es bedeutet, in ihre Räume einzutreten –
an ihren Tischen zu sitzen,
in ihren Häusern,
in ihrem Lebensrhythmus.
Denn Jüngerschaft vertieft sich dann,
wenn sie dort stattfindet,
wo sich die Menschen am wohlsten fühlen –
nicht dort, wo wir die größte Kontrolle haben.
Wenn wir eine Jüngerschaft wollen,
die Menschen tatsächlich prägt
und sich durch andere vermehrt,
müssen wir sie zurückbringen
in den Alltag.
Zurück in die Häuser.
Zurück zu den Gesprächen.
Zurück an die Tische.
Denkanstöße
Was lebst du den Menschen in deiner Gastkultur vor?
Wo findet deine Jüngerschaft statt?
In einem Programm?
In einem Gebäude?
Bei einer Veranstaltung?
Oder im gemeinsamen Leben
von Menschen,
die gemeinsam unterwegs sind
und lernen, Jesus
Seite an Seite nachzufolgen?
Quelle: Five Stones Global
Es lohnt sich diese Seite mal gründlich zu entdecken.
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